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title: Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen
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description: "Überlegen Sie, eine Wärmepumpe zu kaufen? Hier finden Sie einen Überblick zu Kosten, Einsatz im Altbau und möglichen Förderungen."
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date: 2024-02-12
modified: 2026-09-09
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# Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen

1. [Wärmetechnik Leickel GmbH](https://www.leickel.de/)
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4. Wärmepumpe

   Wärmepumpe - effizient geplant, mit Umweltwärme betrieben
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Wenn Sie eine neue Heizung planen oder Ihre Heizung erneuern wollen, bietet Ihnen die Wärmepumpe viele Vorteile. Diese Technik kann – passend geplant und betrieben – Energiekosten reduzieren und nutzt im Betrieb Umweltwärme, ohne dass im Haus fossile Brennstoffe verbrannt werden müssen. Je nach Voraussetzungen können Förderprogramme wie die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)” Ihre Investition zusätzlich entlasten – wir beraten Sie dazu gern umfassend.

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  ### Was ist eine Wärmepumpe?

Das Konzept einer Wärmepumpe kann ein wirkungsvolles Heizsystem sein und nutzt dafür Umweltwärme als Energiequelle. Bei einer Wärmepumpe wird die natürliche Energie aus dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpen), der Erde (Sole-Wasser-Wärmepumpen) oder der Luft (Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen) in nutzbare Wärme für Heizung und Warmwasser umgewandelt. Wärmepumpen können – je nach Gebäude, Auslegung und Stromtarif – den Energieeinsatz für Heizung reduzieren und im Betrieb zu geringeren Emissionen beitragen.

[Zum Erklärvideo](#c10768)

### Was gibt es für Wärmepumpen?

Moderne Wärmepumpen nutzen zur Energiegewinnung verschiedene Quellen: Luft, Boden, Wasser und Abwärme. Je nach den örtlichen Gegebenheiten und der benötigen Wärmemenge muss die richtige Wärmepumpe ausgewählt werden. Folgende grundsätzlichen Wärmepumpen-Systeme gibt es:

**Luft-Wasser-Wärmepumpe**
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe benötigt oft wenig Platz und kann im Vergleich zu Erdsonden- oder Grundwasser-Systemen mit geringeren Investitionskosten verbunden sein. Diese Wärmepumpe nutzt die Wärme aus der Umgebungsluft für die Energiegewinnung. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an und bringt sie zu einem eingebauten Luft-Wärmetauscher. Das darin enthaltene Kältemittel kommt mit der warmen Außenluft in Verbindung, erwärmt sich bis es schließlich zu verdampfen beginnt. Nach der Verdichtung und der anschließenden Verflüssigung kann die so gewonnene Wärme zum Heizen oder zur Warmwassergewinnung genutzt werden. Diese Wärmepumpen können – je nach Gebäude, Aufstellmöglichkeiten und Auslegung – in vielen Situationen installiert werden. Sie werden hauptsächlich in privaten Wohngebäuden, wie Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern eingesetzt, wo sie bei passender Auslegung als zentrales Heizsystem inklusive Warmwasserbereitung eingesetzt werden können. Durch technische Weiterentwicklungen können Wärmepumpen – bei passender Auslegung und geeigneten Rahmenbedingungen – auch in vielen Bestandsgebäuden eingesetzt werden.

**Sole-Wasser-Wärmepumpe**
Die Sole/Wasser-Wärmepumpe basiert auf einem einfachen Prinzip und kann – passend ausgelegt – sehr effizient arbeiten. Sie wird durch Strom angetrieben und kann – je nach Auslegung, Jahresarbeitszahl und Stromtarif – zu einem kosteneffizienten Betrieb für Heizung und Warmwasser beitragen. Je nach Anlage und Betriebsbedingungen kann eine Sole/Wasser-Wärmepumpe aus 1 kWh Strom ein Mehrfaches an Wärme bereitstellen (Kennzahl: COP/Jahresarbeitszahl). Ein großer Teil der benötigten Wärme stammt als Umweltwärme aus dem Erdreich; der Betrieb erfordert zusätzlich Strom und eine passende Auslegung der Anlage. Auch im Sommer lässt sich die Technik der Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzen, indem die niedrigen Temperaturen im Erdreich aktiv zum Kühlen der Wohnräume verwendet werden.

**Wasser-Wasser-Wärmepumpe**
Grundwasser ist ein guter Energiespeicher, der das ganze Jahr über konstante Temperaturen von über zehn Grad Celsius liefert. Das kann – bei passenden Rahmenbedingungen und fachgerechter Auslegung – zu einem über das Jahr hinweg effizienten Betrieb der Wasser-Wasser-Wärmepumpe beitragen. Das Grundwasser wird aus einem Förderbrunnen zur Wärmepumpe geleitet. Diese entzieht dem Wasser Wärme, die anschließend zum Heizen und der Warmwasserbereitung verwendet werden. Ein entscheidender Aspekt bei der Planung einer solchen Wärmepumpe ist der Wasserschutz. Die zuständigen Behörden müssen für die Installation eine Genehmigung erteilen.

**Luft-Luft-Wärmepumpen (Abluft)**
Abluft-Wärmepumpen nutzen die thermische Energie, die die Raumluft durch Heizkörper und Flächenheizungen, aber auch durch Beleuchtung, elektrische Geräte oder Körperwärme aufnimmt. Durch ein System mit kontrollierter Wohnungslüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe kann ein Teil dieser Energie im Gebäude genutzt werden. Da die Abluft gegenüber der Außenluft nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht, muss die Leistung der Abluftwärmepumpe gut eingestellt werden. Sie planen ein System aus kontrollierter Wohnraumlüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe als einzige Heizquelle? Dann sollte ihr Haus einen hohen Effizienzstandard haben oder ein sogenanntes Niedrigenergie- oder Effizienzhaus sein.

### Welche möglichen Vorteile hat eine Wärmepumpe?

- Heizsystem, das Umweltwärme nutzt und Emissionen im Betrieb senken kann
- Bei passender Auslegung energieeffizient und oft wirtschaftlich im Betrieb
- In der Regel geringer Wartungsaufwand
- Je nach Voraussetzungen sind staatliche Fördermittel möglich
- Kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen
- Kann bei fachgerechter Planung die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erfüllen
- Wärmenutzung mit potenziell geringeren CO2-Emissionen im Betrieb, z. B. mit Ökostrom

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### Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen entziehen dem Außenbereich Wärme und geben diese an das Haus in Form von Heizenergie ab. Kernprinzip jeder Wärmepumpe ist der Kältekreislauf. Die für diesen Prozess benötigte Energie ist geringer als die am Ende übertragene Wärmeenergie.
Unabhängig davon, ob Wasser, Erde oder Luft als Wärmequelle dient, lässt sich die Grundfunktionsweise, der Kältekreisprozess, aller Wärmepumpen in vier Phasen unterteilen:

**Verdampfung**: Ein Kältemittel zirkuliert in der Wärmepumpe und verdampft bei niedriger Temperatur und Druck, indem es Wärme aus einer Wärmequelle aufnimmt.

**Kompression**: Der Dampf wird dann von einem Kompressor angesaugt und verdichtet, wodurch seine Temperatur und sein Druck steigen.

**Kondensation**: Der heiße Dampf gibt seine Wärme an das Heizsystem oder Warmwasser des Hauses ab, indem er in einem Wärmeübertrager kondensiert. Dabei gibt er seine Energie ab und wird wieder flüssig.

**Expansion**: Durch ein Expansionsventil wird der Druck des flüssigen Kältemittels reduziert, wodurch es abkühlt und der Kreislauf von vorne beginnen kann.

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### Wärmepumpe im Altbau nachrüsten – geht das?

Der Einbau einer Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude ist in vielen Fällen technisch machbar. Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine Wärmepumpe funktioniert, sondern wie sie optimal integriert wird. Dank moderner Technologien und passender Systemlösungen können Wärmepumpen heute auch in Altbauten eine effiziente Heizlösung sein.

**Welche Wärmepumpe ist die richtige?**
Eine individuelle Planung durch uns als Fachbetrieb hilft dabei, eine passende Lösung für Ihr Gebäude zu finden. Die Wahl des passenden Systems hängt von mehreren Faktoren ab:

- **Luft/Wasser-Wärmepumpe:** Häufig die erste Wahl, da sie flexibel einsetzbar und mit geringem baulichen Aufwand installierbar ist.
- **Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme):** Besonders effizient, erfordert jedoch Erdsondenbohrungen oder Flächenkollektoren.
- **Wasser/Wasser-Wärmepumpe:** Nutzt Grundwasser als Energiequelle, setzt aber eine behördliche Genehmigung voraus.

**Kann eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau effizient arbeiten?**
Wir als Fachbetrieb können prüfen, ob Ihr bestehendes Heizsystem für eine Wärmepumpe geeignet ist oder welche Anpassungen sinnvoll sind. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich arbeitet, sollten folgende Bedingungen möglichst erfüllt sein:

- **Niedrige Vorlauftemperaturen:** In der Regel gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Ideal sind Temperaturen von 30–40 °C.
- **Gute Wärmedämmung:** Eine verbesserte Dämmung kann den Wärmebedarf reduzieren und die Effizienz der Wärmepumpe unterstützen. Maßnahmen wie Fenster- und Türentausch, Fassadendämmung oder Dachisolierung sind dabei vorteilhaft.
- **Passende Heizflächen:** Fußboden- und Wandheizungen sind häufig gut geeignet, aber auch moderne Heizkörper mit großer Oberfläche (z. B. Niedertemperatur-Heizkörper) können – passend ausgelegt – mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden.

Die Nachrüstung einer Wärmepumpe im Altbau ist in vielen Fällen technisch möglich und kann – je nach Gebäude, Auslegung und Energiekosten – wirtschaftlich sinnvoll sein. Mit der richtigen Planung kann sich eine effiziente Lösung finden, die den Energieverbrauch für Heizung reduzieren hilft und den Bedarf an fossilen Brennstoffen im Betrieb verringern kann. Lassen Sie sich individuell beraten – wir unterstützen Sie gerne.

### Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung – funktioniert das?

Ja! Viele Bestandsgebäude haben keine Fußbodenheizung, aber das ist kein Ausschlusskriterium für eine Wärmepumpe. Wichtig ist, dass die vorhandenen Heizkörper auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt sind.

- Bestehende Heizkörper können oft weiter genutzt werden, wenn sie ausreichend dimensioniert sind.
- Falls notwendig, lassen sich größere oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper nachrüsten.
- Wenn Heizkörper getauscht werden müssen, ist das je nach Aufwand häufig günstiger als der nachträgliche Einbau einer kompletten Fußbodenheizung.
- Ein hydraulischer Abgleich kann das Heizsystem besser einstellen und die Effizienz der Wärmepumpe unterstützen.

### Wie viel kann ich Einsparpotenzial mit einer Wärmepumpe?

Wie viel Sie pro Jahr durch Ihre Wärmepumpe sparen, ist stark von der im Betrieb erreichten Jahresarbeitszahl und dem Verhältnis von Wärmepumpenstrompreis und dem Preis der alternativen fossilen Brennstoffe ab. Eine Erdwärmepumpenanlage mit hoher Jahresarbeitszahl kann – abhängig von Vergleichssystem, Energiepreisen und Gebäudesituation – die laufenden Energiekosten reduzieren helfen. Die Amortisationszeit einer Wärmepumpe hängt u. a. von Investitionskosten, Förderung, Energiepreisen und Jahresarbeitszahl ab und sollte individuell berechnet werden.

### Wie kann ich die Wärmepumpe sinnvoll kombinieren?

**Wärmepumpe mit Solarthermie kombinieren**
Eine Solarthermieanlage nutzt Sonnenenergie als Wärmequelle, um Wärme für z. B. Warmwasser bereitzustellen. Diese Wärme kann dann zur Erwärmung von Gebrauchswasser verwendet werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, Solarthermie mit einer Wärmepumpe zu verbinden:
Erstens, die direkte Unterstützung: Hierbei wird die Sonnenenergie unmittelbar in das Heizsystem eingespeist. In Kombination können Solarthermieanlage und Wärmepumpe – je nach Auslegung und Bedarf – gemeinsam Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen.
Zweitens, die indirekte Unterstützung: Bei dieser Methode wird die Solarwärme zur Wärmequelle der Wärmepumpe (z.B. Erdboden) hinzugefügt. Das erhöhte Temperaturniveau, das dadurch erreicht wird, kann – je nach Auslegung und Betriebsweise – dazu beitragen, den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu senken.

Mehr zur Solarthermie

**Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren**
Wärmepumpe und Photovoltaikanlage können gut zusammenarbeiten. Eine Photovoltaikanlage kann – je nach Eigenverbrauch, Auslegung und Strompreis – Strom für die Wärmepumpe bereitstellen und dazu beitragen, die Heizkosten zu reduzieren. Im Gegenzug kann eine Wärmepumpe – je nach Eigenverbrauchsanteil und Tarifmodell – die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaikanlage verbessern. Auch die Umwelt kann profitieren: Mit vor Ort erzeugtem Solarstrom kann der Netzstrombezug sinken und damit – je nach Strommix – die Emissionen im Betrieb reduziert werden.

Mehr zu Photovoltaik

**Wärmepumpe mit Gas-Brennwerttechnik kombinieren (Hybrid-Heizung)**
Durch die Kombination mit einem Gas-Brennwertgerät entsteht eine Hybrid-Heizung. Dieses System kann Vorteile bieten, weil sich die Wärmeerzeuger je nach Bedarf ergänzen. Sollte die Leistung der Wärmepumpe nicht ausreichen, wird das Gas-Brennwertgerät zugeschaltet, sodass die beiden Wärmeerzeuger parallel arbeiten. Alternativ gibt es auch Systeme, bei denen nur jeweils die Wärmepumpe oder der Brennwertkessel für Wärme und warmes Wasser sorgen. Die Planung einer Hybridheizung erfordert Erfahrung, damit die Technik passend ausgelegt ist und im Alltag effizient betrieben werden kann – wir beraten Sie gern umfassend!

[Mehr zur Gasheizung](https://www.leickel.de/ratgeber/heizungswissen/gasheizung/)

### Wie viel kostet eine Wärmepumpe?

Wer mit einer modernen Wärmepumpe heizen will, sollte sich vorher über mögliche Zuschüsse und Fördermöglichkeiten informieren. Oft können diese Anträge nur vor Beginn der Sa­nierungs­maß­nahmen beantragt werden. Wir unterstützen Sie bei der Orientierung zu Förderprogrammen und bei der Antragstellung – abhängig von Voraussetzungen und aktueller Förderlage, ohne Förderzusage zu garantieren.

[Zum Fördergeldservice](https://www.leickel.de/ratgeber/foerdermittel/) [Mögliche Einsparungen berechnen](https://www.leickel.de/privatkunden/direkt-angebote/heizungsrechner/)

### Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Wärmepumpen dienen nicht nur der Heizung, sondern können – bei passender Dimensionierung – auch im Sommer zur Kühlung beitragen. Durch die Umkehrung des Kältekreislaufs wird die Wärmepumpe in den warmen Monaten für Kühlzwecke genutzt. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung kann die Raumtemperatur – je nach Gebäude und Auslegung – um einige Grad abgesenkt werden. Durch die Verwendung von Gebläsekonvektoren kann eine Wärmepumpe eine komfortable, gut regelbare Kühlung ermöglichen. Die Kühlung kann je nach Umweltwärme und Leistung der Wärmepumpe aktiv oder passiv erfolgen. Es ist jedoch wesentlich zu beachten, dass die Kühlkapazität einer Wärmepumpe nicht mit der herkömmlichen Klimaanlage vergleichbar ist.

  Was ist eine Wärmepumpe?
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   Weitere Themen zur Wartung und Heizung
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